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TuS Spenge 4 - TV Concordia Enger 2 29:25 (13:11) 2. Kreisklasse Bielefeld/Herford

Endlich wieder Handball! Aufgrund mehrerer Spielverlegungen und der Winterpause hatte die Zweitvertretung des TV Concordia Enger bereits über zwei Monate nicht mehr auf der Platte gestanden. Glücklicherweise waren die Spieler in dieser Zeit nicht eingerostet, sondern hatten sich intensiv vorbereitet. Für zusätzliche Motivation sorgte, dass es sich beim ersten Spiel des neuen Jahres um das El Clásico des Herforder Handballkreises handelte: Gastgeber war nämlich der TuS aus der Nachbarstadt Spenge.

Zwar handelte es sich beim Gegner eigentlich „nur“ um die vierte Herrenmannschaft, aber der Ehrgeiz war trotzdem auf beiden Seiten vorhanden. Der Heimverein hatte als verlustpunktfreier Tabellenführer in diesem Derby auf alle Fälle deutlich mehr zu verlieren. Aber auch auf Seiten der Engeraner war etwas Nervosität vorhanden. Da kann es auch schon mal passieren, dass man sich vor dem Spiel seine Hose falschherum anzieht! (Glückwunsch an Toffie für den verdienten Orden!)

Bereits im Vorhinein war das Spiel innerhalb des Vereins heiß diskutiert worden. Die Pessimisten räumten den Gästen aus Enger keine ernsthaften Chancen ein. Das lag daran, dass einige der Gegner früher bereits in der dritten Liga an den Ball gegriffen hatten und somit spielerisch überlegen schienen. Die Optimisten hingegen hofften, den Spengern bei ihrem Durchmarsch einen Dämpfer verpassen zu können. Die Realität lag letztendlich irgendwo dazwischen.

Der Turnverein aus Enger erwischte den besseren Start. Durch eine stabile Abwehr und großartige Paraden vom Held im Tor konnte Spenge in den ersten zehn Minuten lediglich zwei Treffer verbuchen. Doch auch die Verteidigung der Gastgeber mit dem Veteranen Stefan Dessin hielt vielen Angriffen des Underdogs stand. Dadurch konnte die Concordia zwischenzeitlich nur mit maximal zwei Toren Unterschied in Führung gehen. Mit der fortschreitenden ersten Halbzeit wurde Spenge immer besser, konnte die Gäste jedoch nicht aus ihrer Ruhe bringen. Das lag daran, dass die waghalsigen Engeraner Abschlüsse, die das gegnerische Tor normalerweise meilenweit verfehlten, an diesem Tag vermehrt von Erfolg gekrönt waren. Selbst wenn es mal brenzlig wurde, war stets ein Toffie zur Stelle. Dieser rettete mit einer Mischung aus akrobatischem Tanz und technisch sauberem Eins-Gegen-Eins einige totgeglaubte Angriffe. Erst gegen Ende des ersten Spielabschnitts wendete sich das Blatt zugunsten der Gastgeber. Mit einem lupenreinen Hattrick von Peter Martens ging Spenge zunächst mit zwei Toren Führung in die Pause.

Nach Wiederbeginn konnte der Heimverein dann gegen unaufmerksame Gäste erneut drei aufeinanderfolgende Tore erzielen. Doch auch von dieser Serie ließen sich die Engeraner nicht beeindrucken. Mit Linksaußen Louis, bekannt als „lautester Zurück-Läufer der Welt“, und Mittelmann Steve erzielte der TVC viele einfache, temporeiche Tore. Lediglich einer der Gegenstöße wurde vereitelt, allerdings nicht von einem flinken Gegenspieler. Stattdessen rannte Sören aus dem rechten Rückraum seinen Mitspieler Louis, der gerade auf dem Weg zum Torerfolg war, prompt über den Haufen. Zwar konnte sich Spenge über das gesamte Spiel hinweg nicht entscheidend absetzen, Enger konnte jedoch auch nicht aufholen. Erschwerend kam hinzu, dass die harte Abwehr der Gastgeber für ihre Fouls stets ungeschoren davonkam, während die Concordia zu insgesamt acht Minuten verdammt wurde. Erst in den Schlussminuten wurde es noch einmal spannend: Nach einer Auszeit und einem ans

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